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Jeder kennt sicherlich
das Problem, man hat nicht nur einen Computer, der ans Internet angebunden
werden soll, sondern meist zwei, drei oder auch noch mehr. Bei uns war es
so, das wir ein kleines Netzwerk mit 5 und mehr verschiedenen
Windows-Rechner mit wenigstens 3 verschiedenen Druckern laufen haben.
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Nun
waren die Erfordernisse so, dass oftmals wenigstens zwei oder auch drei
Nutzer gleichzeitig ins Internet wollten oder mussten, da fingen die
Probleme schon an. Jeden Rechner mit einer eigenen ISDN-Karte auszustatten
war nicht so richtig sinnvoll, mal abgesehen, das wir dann telefonisch von
der Außenwelt abgeschnitten waren und ein Vielfaches an Online-Kosten
verursachen mussten, das war nicht so richtig lustig. |
Wir hatten anfangs
verschiedene Programme, mit deren Hilfe dies softwaremäßig möglich sein
sollte, aber das richtig zuverlässige für unsere speziellen Bedürfnisse
(Surfen, e-Mailen, FTP-Zugänge, Downloads usw.) war da nicht dabei. So
suchten wir...
Die Lösung...
Nach längerem Suchen stießen wir
auf ein kleines Programm, welches unter Linux läuft, wenig an
Hardwarevoraussetzung benötigt.
| Theoretisch läuft es in der Grundausstattung
auf nur einer 3,5 Zoll-Diskette, vollkommen ohne Festplatte - für mich
nach wie vor ein wahres ,kleines' Wunder! Dabei ist ein gewisser Leistungsumfang bereits
integriert bzw. das System lässt sich bei Bedarf beliebig erweitern. |
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Wir waren von dem
Programm total beigeistert und tüftelten Tag und Nacht daran, unseren
Router zu vervollkommnen.
Als
Hardware diente uns...
• ein alter 486er von IBM mit 25
MHz
• zwei mal 8 MB PS/2 FPM Arbeitsspeicher sowie 4MB internem Speicher
• Onboard Grafikkarte
• 120MB Festplatte im 2,5“ Format
• ein 3,5“ IBM Floppylaufwerk
• sowie eine AVM Fritz Card Classic ISA
• und eine ISA BNC TP Netzwerkkarte von 3Com
Zusätzlich für
gewissen Anzeigefunktionen:
• ein Display mit 4 Zeilen a 20 Zeichen
• und 6 verschiedene LED's mit 3 mm
Durchmesser
(ihr wisst schon, es sollte alles
klein werden!) |
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Das
Gehäuse, mit Sägen, Feilen und Löten ans Ziel...
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Für das ganze Vorhaben setzten wir uns als
Ziel, ein möglichst kleines handliches Gehäuse zu finden. Der
Stromverbrauch sollte mehr als gering sein und es sollten keinerlei
Betriebsgeräusche verursacht werden. Gesagt getan, ein altes IBM PS/2 Gehäuse
musste dann herhalten. |
Dabei war das erste große Problem, es war im Gehäuse
nur ein ISA Steckplatz vorhanden, wir brauchen ja nun aber wenigstens zwei
von dieser Sorte. Weiterhin war dadurch auch kein Platz für zwei
Erweiterungskarten, die ja nun aber mal in das Kistchen rein sollten.
| So schnitten wir aber
etwas an der ISDN und an der Netzwerkkarte herum, bauten einen
Sloterweiterungsadapter, wo wir nun zwei Karten ansteuern konnten. Da nun
im Gehäuse wirklich fast nichts mehr frei war, bauten wir eine 2,5“
Festplatte aus einem alten Notebook mit rein, die ebenfalls keine
Betriebsgeräusche verursacht. |
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An der Rückseite brachten wir Stecker für
TP und BNC Netzwerk an, einen für ISDN und die üblichen, vorhandenen
Schnittstellen, wie COM1, PS/2 Tastatur und Maus, Drucker und VGA-Ausgang.
Als Netzteil dient uns eine Miniausführung mit gerade mal 24 Watt
Leistung, ohne aktivem Lüfter, somit verbraten wir bei Tag- und
Nachtbetrieb nicht einmal 10% Strom eines Normal-Computers. |
Das
Display und die LED’s...
Um die wichtigsten Funktionen bzw.
Betriebszustände auch optisch anzeigen zu können, bauten wir in der
Front ein 4 Zeilen-Display mit je 20 Zeichen ein. Zusätzlich führten wir
die drei LED’s der Netzwerkkarte nach vorn und bauten aus dem
Controllerchip einer alten Tastatur eine weitere Statusanzeige für
Online, Down- und Upload. Somit war unser Kontrollzentrum geschaffen.
| Das
Display verdrahteten wir intern direkt mit der LPT-Schnittstelle auf dem
Mainboard, ebenfalls alle weiteren LED-Anzeigen. |
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Das
Display zeigt uns jetzt im einzelnen an:
| Das aktuelle Datum sowie die
Uhrzeit (wird immer mit einem Timeserver abgeglichen), die IP des angewählten
Rechners, den Namen des derzeitigen Providers mit den Funktionen Online,
Offline und Calling sowie die Leitungszustände mit upload, download und
die Zeitimpulse. |
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Dieses Display wertet unseren Router erst so richtig auf,
macht ihn vollwertiger und wirkt dadurch wesentlich professioneller,
einfach ein Muss!
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Nun gut, wie schon
angedeutet, muss man wohl auch etwas verrückt sein, um diesen
„Haufen“ an Elektronik und altem, eigentlich teilweise wertlosem Zeug
, in ein Gehäuse von 6,5 cm Höhe, 30 cm Breite und noch einmal 30 cm Tiefe
einzubauen. |
Nach
zwei Tagen basteln war’s geschafft...
Nun noch schnell die Fli4I Software
drauf, etwas konfigurieren und erweitern. An
dieser Stelle sei einmal ein großes Dankeschön an die Entwickler von
Fli4I gesagt, die dieses tolle Programm im Netz alles Interessierten
kostenlos zur Verfügung stellen.
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Jetzt routet unser
„Kleiner“ zuverlässig unsere fünf Computer, wo jeder zu jeder Tages-
und Nachtzeit ins Netz kann, ohne Wartezeiten und ohne irgendwelche
Behinderungen, auf nur einem Kanal unserer ISDN-Anlage. |
Wer sich es nicht zutraut
oder wer einfach nicht die Zeit hat, sich so ein Teil selbst zu bauen, den
fertigen wir es gern nach den erforderlichen Anforderungen und
individuellen Wünschen. Fragen Sie einfach einmal unverbindlich bei uns
an, wir freuen uns und basteln gern...
Bis
bald |